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Ergebnisse und Empfehlungen im Bereich Bildung


59,2% der Teilnehmenden der Studie geben an, dass Diskriminierungen im Bildungsbereich  weit verbreitet sind.
49% geben an, mindestens einmal im Bildungs- und Ausbildungsbereich diskriminiert worden zu sein.
67,6% geben an, mit Witzen über lesbische/ bisexuelle Lebensweise konfrontiert gewesen zu sein.

>>> Aufnahme der Themen von LSBTI in den Lehrplan von Schulen, Fach- und Hochschulen
>>> Mittels vertiefender Studien neue Wege in der Aufklärungsarbeit entwerfen
>>> Bereitstellung von Selbstermächtigungsräumen in den Schulen


Die Aufklärungsarbeit in den Schulen muss mit der Ermöglichung von selbstorganisierten Räumen (auch für LSBTIQ of Color) einhergehen: nicht nur weil besonders sozial verletzliche Gruppen eines besonderen Schutzes bedürfen, da sie kaum Räume haben, in denen sie nicht potenziell diskriminiert werden, sondern auch weil in diesen eine alternative Wissensproduktion stattfindet, die unter anderem in der Antidiskriminierungsarbeit dringend benötigt wird.


Im Zusammenhang mit der lesbischen/bisexuellen Lebensweise geben 30,7% der Teilnehmenden an, mindestens einmal am Ausbildungsplatz gemobbt worden zu sein. Mobbing durch Mitschüler_innen haben 39,1 % erlebt.

>>> Klarer Umgang mit Mobbing aufgrund von Rassismus, Trans*diskriminierung und Homophobie - Benennung von Ansprechpartner_innen - Einsatz von  Mediationsteams


Die Hälfte der befragten Trans*Personen geben an am Ausbildungsplatz Diskriminierungserfahrungen gemacht zu haben.

>>> Aufklärungsarbeit in Schulen unter Berücksichtigung von Trans*Lebensweisen und Rassismus

 

39,1 % berichten, dass diskriminierende Äußerungen von Lehrpersonen gemacht oder geduldet wurden.
Lehrer_innen scheinen häufig keine Strategien beim Umgang mit Heterosexismus zu kennen und weichen dann auf rassistische Stereotype aus.

>>> klares Vorgehen gegen Kulturalismus, z.B. in der Formulierung des Selbstverständnisses von Schulen, Hochschulen, Verbänden, Ausbildungsträgern etc.


Mehr Weiterbildung der Lehr- und Führungskräfte

>>> Antidiskriminierungs-Trainings für alle Lehrer_innen und Referendar_innen
>>> Antidiskriminierungs-Trainings in allen Grundausbildungen als Standard, immer auch in Verbindung mit der Schulung einer Antidiskriminierungskultur und konkreten Handlungsstrategien bei Gewalt und Diskriminierung
>>> strenge, verbindliche Antidiskriminierungsgesetze für den Ausbildungsbereich
>>> eindeutiges Beschwerdemanagement an Schulen, Hochschulen, Ausbildungsstätten - explizit auch bei Problemen mit dem Lehrpersonal
>>> unabhängige Ansprechpartner_innen; Einbeziehung von SMVs und AStAs
>>> Aneignung diskriminierungskritischer Praxen und Strategien des Umgangs mit Diskriminierungsvorfällen in der Institution Schule

Quelle: http://www.lesmigras.de