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Chronologie der Antidiskriminierungs- und Antigewaltarbeit der Lesbenberatung

Seit 1992 eigener Arbeitsschwerpunkt 

1993 Durchführung qualitative Studie und Veröffentlichung als Broschüre: "Zwischen Ohnmacht und Wut"; Ziel: Enttabuisierung des Themas Gewalt gegen Lesben

1996/97 in Zusammenarbeit mit EWA, Frieda und Sonntagsclub und Polizei (Fachgruppe Gewalt gegen Lesben) Durchführung einer quantitativen Erhebung in Berlin zum Thema Gewalt gegen Lesben; flankiert mit Plakat- und Postkartenkampagne „Wir setzen uns für dich ein!“

1999 in Zusammenarbeit mit Fachgruppe Flyer- und Postkartenaktion „Gewalt gegen Lesben“ Ziel: Sensibilisierung von lesbischen Frauen und Anbieten von Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

1999 Gründung des Arbeitsbereiches LesMigraS: erst "Lesbische MigrantInnen und Schwarze Lesben – Bekämpfung von Mehrfachdiskriminierungen", dann "Lesbische und bisexuelle Migrant_innen, Schwarze Lesben und Trans*", heute "Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung"

2000-2002 Kooperationspartnerin im EU-Projekt „Gewalt gegen Lesben“, quantitative Studie zu Gewalt und Diskriminierung von Lesben in Einrichtungen des psychosozialen Gesundheitssystems (einschl. Opferhilfen). Erarbeitung von Präventionskonzepten und deren Umsetzung; Plakatkampagne „kein Aber, keine Gewalt gegen Lesben“

2000 - 2004 Koordination und Leitung des EU Projektes: „Bekämpfung der Mehrfachdiskriminierungen lesbischer Migrantinnen und Schwarzer Lesben“ an dem mehrere europäische Projekte und Gruppen aus Österreich, Frankreich und Deutschland beteiligt waren.

2002 Gründungsmitglied bei Broken Rainbow e.V. – Verband der lesbisch, lesbisch-schwulen und transidenten Antigewalteinrichtungen Ziel: Gewalt gegen und Diskriminierung von lesbischen Frauen und transidenten Menschen wirkungsvoll bekämpfen.

2000 – 2002 Fachgruppe unter Federführung Lesbenberatung: Befragung in Lesbenprojekten und frauenspezifischen Antigewalteinrichtungen durchgeführt hinsichtlich ihrer Erfahrungen mit dem Thema Gewalt gegen Lesben, ihrem Angebot und Fortbildungsbedarf. Als Ergebnis der Umfrage wurde eine Broschüre erstellt mit Adressen für von Gewalt betroffene Lesben, es wurden Fortbildungen für die Einrichtungen durchgeführt. Weiterführend haben Einrichtungen Standards für die Arbeit mit von Gewalt betroffenen lesbischen Frauen erarbeitet, die regelmäßig überprüft werden.

2002 Faltblatt: Gewalt gegen Lesben Ziel: Sensibilisierung von lesbischen Frauen und Aufmerksamkeit für das Angebot 

2003 – 2008 Realisierung von drei Filmen, drei Postkarten und drei Plakaten; sowie Durchführung von 28 bundesweiten Informations- und Diskussionsveranstaltungen zur Thematisierung und Dokumentation der spezifischen Formen und Folgen der mehrdimensionalen Diskriminierung lesbischer Migrantinnen

2004 – 2008 Veröffentlichung von vier zweisprachigen Büchern zur Situation lesbischer Frauen aus der Türkei, dem Iran, aus der arabischen Welt und Russland in Deutschland und in Europa. (Leben iranischer Lesben – Iranische Lesben in Deutschland und Europa (2007); Stimme arabischer Lesben - Arabische Lesben in Deutschland und Europa (I. Auflage 2004, II. 2008); Russische Lesben in Europa (2004); Zeichen setzen - Türkeistämmige Lesben in Deutschland und Europa (I. Auflage 2004, II. 2008)

2007 Flyer "Gewalt erfahren? … was Lesben, Bisexuelle, Transidente tun können, wenn sie Gewalt erfahren haben"; Visitenkarten "Gewalt gegen Lesben und Trans*" Ziel: Erhöhung der Anzeigenbereitschaft bei der Polizei

2008 Veröffentlichung der Broschüre "Plädoyer zur Bekämpfung von Diskriminierung unter Diskriminierten – lesbische Migrantinnen in Interkulturellen Projekten und Organisationen von MigrantInnen in Deutschland"

2009 Impulsreferat „Straftaten gegen lesbische Frauen - Erwartungen an die AnsprechpartnerInnen“ auf dem bundesweiten Treffen der polizeilichen AnsprechpartnerInnen für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Martina Frenznick 

2009 Diversity-Workshop für AktivistInnen und MultiplikatorInnen, unter Mitarbeit von Saideh Saadat-Lendle 

2009 Diversity-Workshop für Frauen mit Migrationshintergrund/Women of Color, unter Mitarbeit von Saideh Saadat-Lendle 

2009-2011
„Kampagne zu Gewaltbetroffenheit und Diskriminierungserfahrungen von lesbischen/bisexuellen Frauen und transidenten Menschen in Deutschland“ 

2009-2011
Die Lesbenberatung ist Kooperationspartnerin eines EU-Projekts zum „Tabubruch der häuslichen Gewalt in Beziehungen zwischen Frauen“. Ziel ist im ersten Jahr die Aufdeckung von Tabuisierungsmechanismen sowie die Erarbeitung von Konzepten und Aktionen, um diese zu Mechanismen zu verändern. Daraus abgeleitet, werden im zweiten Jahr verschiedene Aktionen statt finden.

2010 Start des Empowermentprojekts "Tapesh - MIt Herz und Vision gegen Gewalt und Diskriminierung"

2010-2012 Studie zu Gewalt- und Mehrfachdiskriminierungserfahrungen von lesbischen/bisexuellen Frauen und transidenten Menschen. Mehr Informationen auf der Seite der Studie.

2011 Veröffentlichung der Broschüre "Verbindungen sprechen - Empowerment in Bezug auf Rassismus und Transphobie in LSBTI-Kontexten

2011 Veröffentlichung der Broschüre "Unterstützung geben - Handlungsstrategien im Umgang mit Gewalt und Diskriminierung"

2014 Erweiterung des Beratungsangebots für Inter*

2015 Veröffentlichung des Hintergrundpapiers "Rassistische Diskriminierung und Gewalt gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Personen in Deutschland - eine intersektionale Analyse der Situation" von Bea Cobbinah (LesMigraS) für Parallelbericht an den UN-Antirassismusausschuss zum 19.-22. Bericht der Bundesrepublik Deutschlandnach Artikel 9 des Internationalen Übereinkommenszur Beseitigung jeder Form von rassistischer Diskriminierung (Hintergrundpapier als pdf-Dokument)

2015 Umfrage und Stellungnahme zur Situation von asylsuchenden LSBTIQ in Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften in Berlin (Hier als pdf-Dokument)

2016 Erweiterung des Beratungsangebots um Unterstützung bei Polizeigewalt

2016 Start des Projekts "Queer Refugee Support"

 

 

Quelle: http://www.lesmigras.de